FDP-Fraktion im Kreistag des Kreises Heinsberg

Fahrplanstudie nutzen – MultiBus attraktiver gestalten und so fit für die Zukunft machen

Kreis Heinsberg. In der letzten Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Verkehr wurde die Erstellung einer Fahrplanstudie für den MultiBus behandelt. Allgemein wurde eine Verbesserung des Angebotes befürwortet. Vor diesem Hintergrund hat die FDP-Fraktion einen Antrag zur Attraktivitätssteigerung des MultiBus-Systems eingebracht. Im Kern geht es darum, dass künftig alle Fahrten des MultiBus im Kreis Heinsberg als Direktverbindung angeboten werden. Das erweiterte und neu konzipierte Leistungsangebot möchten die Freien Demokraten durch umfangreiche Marketingaktionen unterstützt sehen.

Wolfgang Orth
Wolfgang Orth
Zur Begründung führt der Nahverkehrsexperte der Fraktion und Sprecher für Umwelt, Wolfgang Orth, aus: „Derzeit wird das MultiBus-Konzept als Ergänzung des herkömmlichen ÖPNV in Form eines On-Demand Verkehrs über sogenannte Korridore abgewickelt. Liegt das Fahrtziel in einem anderen Korridor als dem Startkorridor, ist ein Umstieg an einem Verknüpfungspunkt in einen anderen MultiBus oder in ein anderes ÖPNV-Angebot wie z. B. die DB, zwingend. Umstiege und ihre Häufigkeit sind wesentliche Zugangshindernisse für die ÖPNV-Nutzung. Daher ist es zur Verbesserung der MultiBus-Nutzung zielführend, die Anzahl der notwendigen Umstiege auf ein Minimum zu reduzieren. Um dies zu erreichen, soll die Verwaltung in die vorgesehene Fahrplanstudie auch die Aufgabe der Korridore einbeziehen und alle MultiBusfahrten innerhalb des Kreises Heinsberg als Direktverbindung anbieten. Diese Maßnahme leistet nicht nur einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit, sondern macht auch den im Kreisgebiet aufgrund fehlender Direktverbindungen vielfach noch notwendigen Individualverkehr zum Teil entbehrlich.“

Damit das verbesserte Angebot auch den Kunden erreicht, muss auch die Auftragsabwicklung optimiert werden. Zur Verbesserung hält die FDP-Fraktion Änderungen des Konzeptes für unerlässlich, wie sie in einigen Kommunen in Deutschland bereits erfolgreich realisiert wurden. Dort wird der On-Demand Verkehr auf Basis eines Algorithmus durchgeführt, der unter Berücksichtigung der Fahrtziele aller im Fahrzeug befindlichen Fahrgäste und der im Fahrtverlauf erfolgenden Anmeldungen die jeweils schnellste Route ermittelt. Dadurch bedingt, ist eine Anmeldung 60 Minuten vor Fahrtbeginn wie beim MultiBus nicht mehr nötig, das System teilt dem Kunden mit, wann er abgeholt wird. Ist eine Abholung innerhalb einer vorgegebenen Zeitspanne (z. B. 20 Minuten) nicht möglich, teilt das System dem Kunden auch dies mit.

Dr. Klaus J. Wagner
Dr. Klaus J. Wagner
Dr. Klaus Wagner, verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion, stellt fest: „Mit den von uns angeregten Änderungen stellt sich der ÖPNV ein Stück weit mehr auf das Mobilitätsbedürfnis des Kunden ein und nicht mehr umgekehrt. Ein weiteres Zugangshemmnis wird damit reduziert. Wenn das so verbesserte Angebot durch umfangreiche Marketingmaßnahmen nachdrücklich beworben werden wird, sollte die das MultiBus System stärken. Mit der Umsetzung soll trotz der Unsicherheiten bei der Vergabe der Leistungen im ÖPNV alsbald angegangen werden und diese – falls erforderlich – auch zum Gegenstand einer Ausschreibung des Linienverkehrs werden.“

„Ziel unseres Antrages ist es, das System MultiBus nutzerfreundlicher und damit auch als Bestandteil unseres ÖPNV insgesamt attraktiver zu gestalten. Dabei wollen wir die technischen Möglichkeiten besser nutzen und so den MultiBus fit für die digitale Zukunft machen", fasst Stefan Lenzen MdL und Fraktionschef der Freien Demokraten im Kreistag die Zielsetzung der liberalen Initiative zusammen.


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